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*Foto rechts: pixelio / fit1

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Kampfsport

Kung Fu

Wer erinnert nicht Hits aus dem Radio wie "Kung Fu Fighting" von Carl Douglas oder Kung-Fu-Filme, die uns in den siebziger Jahren diesen asiatischen Kampfsport näher brachten. Seltsamerweise war es ausgerechnet ein amerikanischer Schauspieler, der unser allergrößter Kung Fu Held wurde: In der Fernseh-Serie Kung Fu verkörperte David Carradine einen halbasiatischen Shaolin-Mönch, der seine Kampfkunst regelmäßig gegen Feinde oder im Wettbewerb mit anderen Meistern einsetzen konnte. Die Hysterie ebbte nach ein paar Jahren wieder ab, aber der Sport lebt weiter und hat auch heute seine Fans.

Im Chinesischen meint der Begriff "Kung Fu" allerdings gar keinen bestimmten Kampfsport, sondern jede Kunstfertigkeit, die nur durch harte Arbeit erworben werden kann. Er wird allerdings häufig auf Kampfkünste angewendet, die eigentlich Wushu heißen. Verbunden sind diese Kampfsportarten auch heute noch mit asiatischen Stars wie Bruce Lee oder den filmisch dargestellten Shaolin-Mönchen. Heute kann man als Mann oder Frau Kung Fu erlernen. Viele deutsche Kampfsportschulen bieten ein entsprechendes Training an. Als Kung Fu Ausrüstung benötigt man eigentlich nur einen speziellen Anzug. Alles andere ist mit Disziplin, Ausdauer und hartem Training zu erreichen.

Entwickelt wurde das Kung Fu in buddhistischen Klöstern. Hier, wo man lange still meditierend sitzt, war eine passende und disziplinierte Bewegungskultur wichtig. Kung Fu war daher als Gesundheitstraining, meditative Bewegungsübung und Lebensweg wichtig und nur nebenbei auch als Kampfkunst. Mehr als 500 unterschiedliche Kung Fu Stile bildeten sich im Lauf der Zeit heraus. Um diesen Kampfsport zu üben, braucht man unbedingt ein geistiges Training und harte Disziplin. Kung Fu ist nicht nur zu Selbstverteidigungszwecken einsetzbar, sondern auch als Geistestraining, zur Verfeinerung der Wahrnehmung körperlicher Vorgänge und Bewegungsabläufe, für ein neues körperliches Selbstverständnis oder zum Einblick in andere Kulturen und Philosophien. Jung und alt können die Bewegungskunst des Kung Fu erlernen.

Mit dem speziellen Anzug, der zur Kung Fu Ausrüstung gehört, kann man sich durch Bücher und DVDs auf den Kampfsport einstimmen. Auf diese Weise erfährt man auch etwas über den geistigen Hintergrund des Kung Fu, der einfach untrennbar dazu gehört. Selbst Kinder erlernen bereits die nötigen Geisteshaltungen, die den asiatischen Sport erst zu dem machen, was er ist: eine Übung in Bewegung aus der Konzentration heraus.


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